Mit einer Person des Vertrauens reden

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Lifeline
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Mit einer Person des Vertrauens reden

Beitrag von Lifeline »

Mit einer Person des Vertrauens reden

Für mich war es ein ganz wichtiger Schritt, dass ich irgendwann angefangen habe, mit meinem Partner über mein Problem zu reden. Ich habe gemerkt, dass ich alleine so nicht mehr weitermachen kann und dass ich Hilfe brauche. Es war natürlich nicht leicht, darüber zu sprechen, aber mein Partner hat mir zugehört und mich unterstützt.

Wir sind dann gemeinsam zu einem Arzt meines Vertrauens gegangen. Der Arzt hat mir ganz klar gesagt, dass eine Therapie für mich sinnvoll wäre. Er hat dann auch einen Termin in einer Suchtklinik für mich organisiert. Diesen Termin habe ich wahrgenommen und bin schließlich für drei Monate in die Suchtklinik gegangen.

Diese drei Monate waren für mich eine sehr wichtige Zeit. Es wurde dort unglaublich viel aufgearbeitet. Vieles, worüber ich vorher gar nicht nachgedacht hatte, kam plötzlich hoch. Ich habe mich mit Dingen auseinandergesetzt, die ich lange verdrängt oder einfach beiseitegeschoben hatte. Das war nicht immer einfach, aber es hat mir unheimlich geholfen.

Heute sage ich ganz ehrlich: Die Therapie war das Beste, was ich machen konnte. Wenn ich diese Hilfe nicht angenommen hätte, wäre mein Leben wahrscheinlich irgendwann völlig kaputtgegangen. Und nicht nur mein Leben – auch meine Familie hätte darunter immer mehr gelitten. So, wie es damals war, hätte es einfach nicht weitergehen können.

Heute trinke ich keinen Alkohol mehr. Und wenn ich daran zurückdenke, habe ich mich früher oft gefragt: „Wie soll das eigentlich funktionieren? Wie soll ich auf einer Feier oder auf einem Geburtstag sein, ohne ein Bier zu trinken?“ Ich konnte mir das damals überhaupt nicht vorstellen.

Aber heute kann ich euch sagen: Es funktioniert tatsächlich. Ich kann auf eine Feier gehen, Spaß haben und trotzdem keinen Alkohol trinken. Und das Schöne ist: Ich habe auch gar nicht mehr dieses Verlangen danach, wie ich es früher hatte.

Für mich war es wichtig zu erkennen, dass ich nicht alleine damit bleiben muss. Manchmal braucht man einfach jemanden, dem man vertraut, und den Mut, ehrlich zu sagen: „Ich brauche Hilfe.“

Und ich glaube, das kann bei jedem anderen Suchtproblem genauso sein. Man muss sich nicht dafür schämen, Hilfe anzunehmen. Im Gegenteil: Für mich war es eine der stärksten Entscheidungen, die ich für mich und meine Familie treffen konnte.

LG.Lifline
Freie Entscheidung treffen, heißt Unabhängig zu sein.
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